Woche 4-5

In den letzten zwei Wochen ist wieder viel passiert. Die Regenzeit hat angefangen. Das heißt, wir müssen unsere Wäsche immer drinnen zum Trocknen aufhängen. Auch sind die Moto-Fahrten teurer, wenn es regnet.

Wir haben auch angefangen, in der Schule zu arbeiten und Sport zu unterrichten. Es ist alles etwas überraschend losgegangen. Wir bekamen morgens einen Anruf und sollten eine halbe Stunde später in der Schule sein und Sport unterrichten. Da unsere Mentoren bis jetzt immer dabei waren, konnte auch die Sprachbarriere umgangen werden. Die Kinder können auch ein bisschen Englisch und wir kommen mit unseren zehn Kinyarwanda-Wörtern auch zurecht, sodass die Kommunikation zwar ohne Übersetzer etwas länger dauert, aber trotzdem funktioniert. Die Kinder sind auch immer motiviert und begeistert, wenn man in die Klasse kommt, und heißen einen herzlich willkommen.

Bis jetzt war unser Sportunterricht mehr auf Kennen lernen und Spiele spielen ausgelegt. Wir haben jetzt auch neu Materialien unter anderem Fußbälle, Volleybälle und Friebes bekommen so das wir uns jetzt Gedanken darüber machen wir man den Sportunterricht abwechslungsreich und kreativ gestalten kann.

 Ein weiteres Projekt, welches gestartet ist, ist unser Englischunterricht für die Indaro-Kinder. Dieser findet immer mittwochs um 17 Uhr direkt nach der Schule statt. In der ersten Stunde sind wir ohne wirklichen Plan und ohne zu wissen, was uns erwartet, hingegangen. Es war aber sehr schön und jetzt kann man auch das Niveau besser einschätzen und weiß, was alles möglich ist, mit den Kindern zu machen.

Im Skate-Projekt sind wir auch weiterhin herzlich willkommen und kommen drei Mal die Woche zum Training. Meine Skate-Skills werden auch immer besser. Slalomfahren auf zwei Skates ist schon gemeistert und am ersten Trick wird auch fleißig geübt.

Bei Indaro wird uns weiterhin viel Tanzen beigebracht und Kinyarwanda wird uns auch versucht, viel beizubringen. Bis jetzt beides mit mäßigem Erfolg. Aber wir alle haben sehr viel Spaß dabei und lachen viel.

Wir sind jetzt auch als ASC-Freiwilligengruppe komplett. Jonathan ist nämlich am 22.09. angekommen und wurde von uns am Flughafen in Empfang genommen. Danach haben wir ihn in unser Stammrestaurant Macoco geschleppt.

Am 25.09. hatte ein lokaler Freiwilliger Geburtstag. Dies haben wir mit einem Kuchen und dem Besuch des Spiels Rwanda gegen Liberia gefeiert. Rwanda hat das Spiel 3:1 gewonnen. Da der Präsident da war, gab es zwischenzeitlich einen Einlassstopp ins Stadion und die Tickets wurden auch nicht mehr kontrolliert. Von daher gab es vor dem Stadion ein echt dichtes Gedränge, was nicht besonders angenehm war. Aber es war trotzdem ein schöner Geburtstag für unseren Freund.

In der WG lebt man sich auch immer besser ein und man lernt immer wieder neue Leute kennen. Das kann manchmal anstrengend sein, da man immer im Mittelpunkt steht und jeder mit einem reden will. In unserer Nachbarschaft kennt man sich so langsam auch immer besser aus und weiß, wo man hin muss, um etwas zu kaufen.

Und unser einmonatiges Jubiläum in Rwanda wurde natürlich gebührend mit einem selbst gebackenen Fanta-Citron-Kuchen gefeiert.

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