
Woche 2-3
Seit dem letzten Blogbeitrag ist wieder einiges passiert und wir konnten in den letzten Wochen schon viele neue Eindrücke sammeln.
Zuerst haben wir uns mit unserer Schulleiterin getroffen und mit ihr über unsere Aufgaben an der Schule gesprochen. Dabei haben wir erfahren, dass die erste Schulwoche für uns erst einmal frei ist. An der Schule geht es momentan noch ziemlich chaotisch zu und einen richtigen Stundenplan gibt es bisher auch noch nicht. Für uns bedeutet das erst einmal etwas Wartezeit, bevor es dann richtig losgeht.
Dafür waren wir in den letzten Wochen umso öfter skaten. Wir waren ungefähr viermal pro Woche auf dem Skateplatz und langsam merkt man tatsächlich, dass es besser wird. Wobei ich zugeben muss: Die kleinen Kinder dort können immer noch deutlich besser skaten als ich. Außen auf dem Platz fahren die schnelleren Skater ihre Runden. Wenn ich irgendwann nicht mehr hinterherkomme, fahre ich einfach in der Mitte, um mit den ganz kleinen Kindern zu skaten.
Beim Skaten wurden wir von Anfang an super aufgenommen. Die Kinder sind unglaublich offen und freuen sich jedes Mal, wenn wir kommen. Sie wollen mit uns reden, unsere Hände halten oder uns einfach zeigen, was sie schon alles können. Das einzige Problem dabei: Viele der Kinder können kaum Englisch. Stattdessen reden sie natürlich Kinyarwanda mit uns. Das führt dann teilweise zu ziemlich lustigen Situationen, weil wir zwar gerne antworten würden, aber meistens überhaupt nicht verstehen, was sie uns gerade erzählen wollen.
Deshalb hatten wir mittlerweile auch schon zwei Kinyarwanda-Stunden. Wir haben dabei schon erstaunlich viel gelernt und können uns mittlerweile zumindest ein bisschen verständigen. Langsam schaffen wir es sogar, beim Einkaufen auf Kinyarwanda zu bestellen. Viel mehr als ein paar Wörter und einfache Sätze sind es zwar noch nicht, aber immerhin ein Anfang.
Neben dem Skaten waren wir auch zweimal bei Indaro, einem Kinderheim für Straßen- und Waisenkinder. Dort verbringen wir Zeit mit den Kindern, tanzen, spielen und essen gemeinsam. Auch hier wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Die Kinder wollen eigentlich immer irgendetwas mit uns machen. Sie zeigen uns Klatschspiele, bringen uns traditionelle Tänze bei oder wollen einfach gemeinsam spielen. Besonders schön ist, dass man auch ohne eine gemeinsame Sprache irgendwie miteinander kommunizieren kann.
Natürlich haben wir in unserer Freizeit auch noch ein bisschen Kigali erkundet. Wir waren zum Beispiel zusammen mit einigen lokalen Freiwilligen auf einem Konzert von Diamond Platnumz. und haben uns ein Fußballspiel von Rayon Sports im Stadion angeschaut.
Und auch die Bar direkt gegenüber von unserer Unterkunft wurde natürlich schon ausprobiert. Man muss ja schließlich auch ein bisschen die lokale Umgebung kennenlernen.
Insgesamt waren die letzten Wochen also ziemlich abwechslungsreich. Auch wenn wir noch nicht richtig mit der Schule angefangen haben, lernen wir jeden Tag neue Leute, Orte und Seiten von Kigali kennen. Und so langsam fühlt sich das Ganze tatsächlich nicht mehr ganz so neu an.
