8. Juni 2026
Ich mache ein FSJ in Ruanda, genauer gesagt in Kigali. Wie ich darauf gekommen bin? Was ich dort genau mache? Das alles beantworte ich in meinem ersten Beitrag auf diesem Blog.
Als erstes: Wie bin ich überhaupt darauf gekommen, ein FSJ im Ausland zu machen? Eigentlich wollte ich nach meinem Abitur im März 2026 im Herbst 2026 mit einem Dualen Studium anfangen und hatte mich dazu bei ein paar Firmen beworben. Als dann aber im Februar 2026 die letzte Absage gekommen ist, musste ich mir etwas anderes überlegen, und dann gab es entweder die Auswahl, ein normales Studium anzufangen, oder etwas ganz anderes zu machen. Und dann bin ich auf weltwärts gestoßen. Ein Programm, welches vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird und jungen Menschen ermöglicht, ein FSJ im Ausland zu machen. Auf der Website gibt es dann viele Organisationen und Vereine, mit denen man sein Auslandsjahr machen kann und die einen dann auch betreuen. Es gibt unterschiedliche Organisationen mit auch unterschiedlichen Fokussen. Manche sind kirchlich und setzen sich für Menschen mit Behinderungen ein, andere haben ihren Fokus mehr auf Kinder und deren Betreuung. Und dann gibt es noch den ASC, mit welchem ich mein FSJ mache, der den Fokus auf Sport legt und dadurch Zusammenarbeit und Gemeinschaft fördert.
Als ich mich beim ASC beworben habe, habe ich ehrlich gesagt wieder mit einer Absage gerechnet. Aber erstaunlicherweise habe ich am Tag, nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt habe, direkt ein Online-Kennenlern-Gespräch gehabt. Und am Tag danach hatte ich die Zusage für Ruanda.
Bei mir ist es so, dass ich noch eine Partnerin habe, welche dieselben Projekte wie ich hat. Wir werden dann auch zusammen in Kigali in einer WG wohnen, zusammen mit noch zwei anderen ASC-Freiwilligen, die ein anderes Projekt in Kigali haben.
Warum jetzt aber genau Ruanda? Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mich beim ASC für ganz Afrika beworben und mir wurde dann Ruanda vorgeschlagen. Aber es hat mich auch gefreut, dass es Ruanda geworden ist, da meine Schule eine Partnerschule in Ruanda hat und Ruanda das Partnerland von Rheinland-Pfalz ist, wo ich herkomme. Also gibt es schon Verbindungen.
Aber was mache ich jetzt genau in Ruanda? Als erstes gebe ich Sportunterricht an einer Schule, und zwar an der GS Kamp Kigali – hier werde ich zusammen mit meiner Partnerin 4.- bis 6.-Klässler unterrichten. Des Weiteren gebe ich noch in einem Community Center einmal die Woche Englischunterricht für Schüler. Außerdem sind wir noch zweimal die Woche bei einem Skate Club dabei. Und wir sind noch ein- bis zweimal die Woche im Indaro House. Das ist eine Nachmittagsbetreuung für Kinder. Manche dieser Kinder wohnen dort auch temporär.
