Erste Woche

Als mein Vater mich am Morgen des 20.08. zum Flughafen gebracht hat, hatte ich noch nicht wirklich eine Vorstellung davon, was mich in der nächsten Woche erwarten würde. Am Flughafen hieß es dann Abschied nehmen. Als wir schließlich alle im Flugzeug waren, ließ die Aufregung bei mir auch nach.

Bei der Einreise gab es einige Diskussionen, da wir mit einem dreimonatigen Touristenvisum eingereist sind, aber gesagt haben, dass wir hier ein Jahr als Freiwillige „arbeiten“. Nachdem alle ihr Gepäck wiedergefunden hatten, wurden wir auch schon von unseren Vorfreiwilligen und unserem Ansprechpartner vor Ort, „Domy“, in Empfang genommen. Aus dem Gepäck wurde dann eine abenteuerliche Konstruktion gebaut und alles in und auf den Autos verladen. Und ab ging es zum Hotel. Dort angekommen, wurde nur kurz das Gepäck abgeladen und anschließend ging es zum Abendessen zu „Makoko“, einem Restaurant.

Am nächsten Tag ging es dann erst einmal darum, Bargeld abzuheben und SIM-Karten zu besorgen. Danach wurden noch fleißig Trikots gekauft. Auf dem Rückweg stand dann auch unsere erste Moto-Fahrt an. Ein Moto ist ein Motorradtaxi, bei dem man einfach hinten aufsteigt und mitfährt. Zurück im Hotel wurde erst einmal der nicht existierende Wasserdruck festgestellt. Danach ging es zu unseren Vorfreiwilligen in die WG zum Abendessen. An diesem Abend stand auch schon der erste Krankenhausbesuch von Mia, meiner Mitbewohnerin, an.

Am Samstag waren wir mit unseren Vorfreiwilligen Lili und Paula unsere Schule anschauen. Sie haben uns erklärt, wie sie alles an der Schule gemacht und den Sportunterricht organisiert haben. Danach ging es weiter zu einem Dance-Competition, bei der ein Mentor von uns mitgetanzt hat, mit dem ich auch zusammenarbeiten werde. Abends war die Abschiedsparty unserer Vorfreiwilligen. Dort haben wir einen Haufen Leute kennengelernt, von denen ich bei 80 % schon wieder den Namen vergessen habe.

Am Sonntag waren wir noch einmal die Stadt anschauen und haben ein bisschen im Hotel gechillt.

Am Montag hieß es dann Abschied nehmen von unseren Vorfreiwilligen, da sie am Abend zurückgeflogen sind. Außerdem waren wir noch im Memorial Center für den Genozid. Dort werden der Hintergrund des Genozids, seine Umsetzung und die Auswirkungen sehr ungeschönt dargestellt.

Am Dienstag sind wir dann in unsere WG eingezogen. Wir haben uns sogar ohne Los auf die Zimmer einigen können. Abends war dann das erste Mal Skate-Training beim Skate-Club. Das ist erstaunlich gut gelaufen, obwohl ich vor der Abreise nur zweimal geübt hatte. Abendessen gab es anschließend in der anderen WG in Kigali.

Am Donnerstag hat dann unser Vorbereitungsseminar angefangen. Dabei haben wir noch einmal über gesellschaftliche Erwartungen, Normen und Besonderheiten gesprochen. Außerdem haben wir Neues über die Themen Sicherheit und Gesundheit gelernt.

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